Schafe helfen beim Naturschutz im Eichsfeld
Uder (epd).

Ein Jahr nach dem Start eines Pilotprojekts zur Landschaftspflege mit Schafen zieht die Natura2000-Station Unstrut-Hainich/Eichsfeld eine positive Bilanz. Es zeige sich, dass eine eigene Naturschutzherde eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Bewirtschaftung sein kann, erklärte eine Sprecherin am Donnerstag in Hütscheroda im Wartburgkreis. Die Tiere könnten insbesondere dort eingesetzt werden, wo sich für wertvolle Flächen zunächst keine Landwirte für eine Beweidung finden ließen.

Das Modellprojekt läuft im Rahmen des Thüringer Förderprogramms „Entwicklung von Natur und Landschaft“. Ziel ist der Aufbau einer Landschaftspflegeherde durch einen Akteur des Naturschutzes, der selbst keine Landwirtschaft betreibt. Die Tiere sollen besonders wertvolle, magere Offenlandflächen pflegen, die durch Nutzungsaufgabe gefährdet sind.

Beweidung soll Artenreichtum auf Flächen fördern

Aktuell beweide die Herde das elf Hektar große Röhrigplateau bei Uder im Eichsfeldkreis. Die Fläche sei ursprünglich Ackerland gewesen und zu Grünland entwickelt worden. Ziel sei eine artenreiche Wiese.

Dafür werden laut Natura2000-Station unterschiedliche Methoden erprobt. Auf einem größeren Teil der Fläche wurde bereits 2023 spezielles Saatgut für magere Standorte ausgesät. Dort blühten derzeit unter anderem Wegwarte, Schafgarbe, Skabiosen und Flockenblumen. Ein weiterer Teil sei durch Samenaufsammlungen von ortsnahen Spenderflächen belebt worden. Dort dominiere bislang Gras. Die Schafe wechselten zwischen den beiden Bereichen. So werde das Futter optimal genutzt und zugleich die Entwicklung der Wiese gesteuert.