Ornithologen in Sachsen-Anhalt sollen gezielt erfassen, welche Auswirkungen der massive Vogelgrippeausbruch im Herbst 2025 auf die Bestände des Kranichs hatte. „Nach ersten Rückmeldungen vieler Vogelbeobachter sind die Brutbestände zum Glück nicht so stark eingebrochen, wie zu befürchten war“, erklärte Umweltminister Armin Willingmann (SPD) am Freitag in Magdeburg.
Im Spätherbst 2025 seien bundesweit rund 19.000 tote Kraniche dokumentiert worden, davon 6.500 in Sachsen-Anhalt. Nach Ansicht von Kranichexperten habe die vergleichsweise hohe Zahl von toten Kranichen rund um den Helmestausee im Süden des Landes auch an vielen Zugvögeln aus Osteuropa und Skandinavien gelegen.
Kranich-Schutz erfolgreich
Anlässlich des Weltzugvogeltags am Samstag weist Willingmann auch auf den erfolgreichen Schutz des Kranichs hin. „Kurz nach der Wiedervereinigung war der Kranich in Sachsen-Anhalt akut gefährdet, gerade einmal 35 Brutpaare wurden 1991 gezählt.“ Im zurückliegenden Jahr seien es hingegen 1.330 Brutpaare gewesen. Das zeige beispielhaft, „wie wir mit Schutzmaßnahmen die Artenvielfalt bewahren und unsere Heimat lebenswerter gestalten können“, sagte der Minister.