Zum Schutz seltener Ackerwildkräuter wie Ackerröte und Venuskamm unterstützt das Umweltministerium Sachsen-Anhalt ein neues Naturschutzprojekt der Stiftung Kulturlandschaft. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Stiftung in Sachsen-Anhalt hat Umweltminister Armin Willingmann (SPD) am Dienstag in Wanzleben-Börde einen Förderbescheid über 750.000 Euro übergeben. Das Programm ist für drei Jahre aufgelegt und wird zu 80 Prozent aus dem europäischen Förderprogramm zur Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) sowie zu 20 Prozent vom Land Sachsen-Anhalt finanziert.
Die Stiftung Kulturlandschaft organisiere „pragmatischen Naturschutz in der Landwirtschaft, der ökologisch erfolgreich und ökonomisch tragfähig“ sei, sagte Willingmann. Dieses Vorgehen habe immer mehr Landwirte bewegt, sich für den Schutz stark bedrohter Ackerwildkräuter und für mehr Biodiversität im ländlichen Raum einzusetzen.
Ackerwildkräuter schützen Insekten und Feldvögel
Für Stiftungs-Geschäftsführer Jens Birger ist der Schutz von Ackerwildkräutern zugleich „eine wesentliche Voraussetzung für einen wirksamen Insekten- und Feldvogelschutz“. Neben dem Schutz von Ackerwildkräutern und dem kooperativen Naturschutz engagiert sich die Stiftung auch für den Schutz des vom Aussterben bedrohten Feldhamsters, vor allem in der Magdeburger Börde, im Harzvorland und rund um Sangerhausen.
Die Stiftung Kulturlandschaft wurde 2016 von acht Kreisbauernverbänden und dem Landesbauernverband Sachsen-Anhalt gegründet. Die langfristig angelegten Umweltprojekte zielen auf praxisnahe und nachhaltige Lösungen.