Trockenheit und Niedrigwasser belasten auch die Fahrgastschifffahrt auf der Elbe. Das anhaltende Niedrigwasser von lediglich 46 Zentimeter am Pegel Strombrücke zwang die Magdeburger Verkehrsbetriebe am Freitag zur Einstellung des Fährbetriebs in Magdeburg-Westerhüsen, sagte der Geschäftsführer der Weißen Flotte, Hardy Puls, am Samstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Gierfähre im Süden der Stadt sei extra für Niedrigwasserbetrieb ausgelegt, doch die Anlegestellen könnten beim aktuellen Wasserstand nicht mehr erreicht werden, hieß es.
Damit gäbe es im Stadtgebiet nur noch die Personenfähre Buckau, die das westliche Flussufer mit dem Stadtpark Rothehorn auf einer Elbinsel verbindet, so Puls. Auch dort müsse man in Kürze abwägen, ob der Betrieb weitergeführt werde. Doch es sei dem städtischen Unternehmen wichtig gewesen, gerade für die beliebte Musiknacht „Riverside@Night“ am Samstag den Betrieb in jedem Fall aufrechtzuerhalten. So könnten die verschiedenen Partyareale und Klubs beiderseits der Elbe gut verbunden werden, hieß es.
Fahrgastschifffahrt im Stadtgebiet Magdeburg ruht seit 14. Juni
Die anhaltende Trockenheit im Einzugsgebiet der Elbe habe mit niedrigen Wasserständen dazu geführt, dass die Weiße Flotte in Magdeburg bereits am 14. Juni ihre Fahrgastschiffe vom innerstädtischen Anleger Petriförder zum Schiffshebewerk im Norden der Stadt verlegt hat, so Puls. Dort können noch Schiffsfahrten im Mittellandkanal und bis zur Schleuse bei Niegripp im Jerichower Land angeboten werden. Erst ab einem Elbepegel ab 65 bis 70 Zentimetern könnte die Fahrgastschifffahrt ab Magdeburg-Petriförder wieder aufgenommen werden.