Kritik an Energiepolitik der Bundesregierung
Potsdam (epd).

Der Ausbau erneuerbarer Energien wird laut Branchenvertretern durch die Bundespolitik gefährdet. Pläne wie die entschädigungslose Drosselung der Einspeisung Erneuerbarer bei Netzengpässen könnten die weitere Entwicklung ausbremsen, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes Erneuerbare Energien Berlin-Brandenburg, Jan Hinrich Glahr, am Montag in Potsdam. Dieser sogenannte „Redispatch-Vorbehalt“ sei kontraproduktiv. Stattdessen müssten Netze ausgebaut und mit erneuerbaren Energien zusammengebracht werden.

Unternehmen in Brandenburg befürchteten durch die aktuell im Bund diskutierten Pläne gravierende Einschnitte, den Verlust von Arbeitsplätzen, steigende Energiekosten und geringere Einnahmen für Kommunen, hieß es. Brandenburg müsse sich im Bundesrat dringend für Nachbesserungen einsetzen.

Fehlende Planbarkeit

Glahr sagte, Zukunftsvorhaben stünden durch die aktuellen Pläne vor Schwierigkeiten. Größtes Hindernis sei die fehlende Planbarkeit. Ohne Förderung entstünden höhere Kreditkosten, sagte er: „Wenn die Finanzierung nicht steht, stehen wir alle vor dem Nichts.“ Ziel müsse sein, dass möglichst viele Akteure an der Energiewende teilhaben, darunter auch durch kleine Fotovoltaikanlagen auf Hausdächern.