Klima-Staatssekretär widerspricht Berliner Baum-Bündnis
Berlin (epd).

Berlins Staatssekretär für Klimaschutz, Andreas Kraus (CSU), hat der Kritik des Vereins „BaumEntscheid“ widersprochen, die Aufforstung der Hauptstadt nicht schnell genug voranzutreiben. „Wir haben Personal, wir haben Mittel, wir arbeiten mit Hochdruck an dem Thema“, sagte Kraus am Mittwoch im RBB-Inforadio. Berlin hat sich mit dem Klimaanpassungsgesetz verpflichtet, bis 2040 für eine Million Bäume im Stadtgebiet zu sorgen. Der Vorstand des Umweltbündnisses „BaumEntscheid“, Heinrich Strößenreuther, wirft dem Senat vor, dafür nicht genügend Personal bereitzustellen.

Strößenreuther sei mit seiner Kritik mitten im Wahlkampfmodus, sagte Kraus mit Blick auf die Abgeordnetenhauswahl im September. Er bestritt die Vorwürfe. Allein in seiner Verwaltung gebe es ein achtköpfiges Team und laufende Mittel von 1,1 Millionen Euro für Klimaanpassung allein in diesem Jahr. „Aber der Punkt ist ja: Wir machen das Ergebnis und den Erfolg dieses Gesetzes nicht daran fest, wie viele Planstellen ich in zwölf Monaten schaffe“, sagte der Staatssekretär. Entscheidend sei, was am Ende an Grünanlagen und Hitzeschutz für die Berliner herauskomme.

Straßenbäume in besserem Zustand

„Das Gesetz ist ja sehr umfangreich und wir haben feste Fristen“, sagte Kraus. Nicht alle davon könnten auch eingehalten werden. Das Zwischenziel von 440.000 Straßenbäumen bis Ende 2027 werde der Senat jedoch erreichen. Aktuell gebe es 439.318. Er räumte ein, dass etwa für die Verkehrssicherheit auch Bäume gefällt werden müssten. Dennoch sei Berlin auf einem guten Weg. Auch der Zustand der Straßenbäume habe sich insgesamt verbessert.