Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat in seinem Jahresbericht 2025 ein gemischtes Fazit gezogen. „Die letzten Wochen haben uns wieder sehr deutlich gezeigt, wie anfällig unsere Ökosysteme inzwischen sind“, erklärte der Nabu-Präsident Jörg-Andreas Krüger am Dienstag in Berlin. Trotzdem gebe es große Erfolge, gerade bei der Renaturierung von Flüssen und Mooren.
Ein Gewinn sei die Renaturierung der Unteren Havel. Seit 20 Jahren arbeite der Nabu daran, dort ein stabiles Flussökosystem aufzubauen. Nun lebten seltene Vögel, Pflanzen und Insekten wieder in dem Gebiet, welches gleichzeitig als Wasserspeicher fungiere und Dürrezeiten so abfedere.
Natürliche Lebensgrundlage und wirtschaftliche Zukunft
„Große Erfolge beobachte ich auch in den Moorgebieten, die wir zu neuem Leben erwecken“, teilte Krüger mit. Ein Beispiel sei das Ahlen-Falkenberg-Moor in Niedersachsen. Moore seien wichtig für den Klimaschutz, da sie große Mengen an Kohlenstoff binden. Eine Wiederherstellung der Natur sei dabei nicht nur wichtig für die natürliche Lebensgrundlage der Menschen, sondern zusätzlich für die wirtschaftliche Zukunft.
Auch die Mitgliederzahl habe sich positiv entwickelt. Zählte der Nabu mit seinem bayerischen Ableger zusammen, dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz, im Jahr 2024 noch 872.000 Mitglieder, so konnten 2025 bereits 839.000 Mitglieder verzeichnet werden. Der Berliner Verband habe 22.936 Mitglieder gehabt, 1.037 mehr als noch 2024.