Hohe Kosten wegen Tierseuchen
Dresden (epd).

Sachsen hat allein für die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest bisher rund 60 Millionen Euro aufgewendet. Der Großteil der Mittel sei in den Bau von etwa 830 Kilometern Festzaun geflossen, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Dresden mit. Die Zäune sollen die Beweglichkeit des Schwarzwilds einschränken. Es sei gelungen, die Afrikanische Schweinepest zurückzudrängen.

Weitere Gelder flossen laut Gesundheitsministerium in die Entschädigung von Tierhaltern, die Bestände nach Geflügelpestausbrüchen verloren haben. Aktuell gebe es eine heftige Geflügelpest-Saison. Allein in Sachsen seien ihr mehr als 500.000 Nutztiere wie Hühner, Gänse und Puten zum Opfer gefallen.

Risiko einer Ausbreitung erhöht

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) erklärte, Tierseuchen stellten das Land „vor zunehmende Herausforderungen“. Globalisierung, Klimawandel und veränderte Rahmenbedingungen erhöhten das Risiko einer Ausbreitung. Daher müsse auf stärkere Prävention und eine enge Zusammenarbeit von Behörden, Wissenschaft und Tierhaltern gesetzt werden.