Der Brandenburger Landtag hat die Aufnahme des Wolfs ins Landesjagdgesetz beschlossen. Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt (SPD) erklärte am Mittwochabend, schadensstiftende Wölfe könnten so einfacher entnommen werden. Ein dauerhaftes Mit- und Nebeneinander von Wolf und Mensch könne nur gelingen, „indem wir den Herdenschutz verbessern und gleichzeitig Wölfe effektiv bejagen, die es gelernt haben, den Herdenschutz zu überwinden oder es in bestimmten Gebieten auffällig viele Nutztierrisse gibt“.
Bereits vor zwei Wochen hatte der Bundestag die Aufnahme des Wolfs in das Jagdgesetz beschlossen. Der Bundesrat muss noch am 27. März über die Regelung abstimmen. Die Listung des Wolfes in Brandenburg sei noch so lange an die Brandenburgische Wolfsverordnung gekoppelt, bis der Wolf auch auf Bundesebene ins Jagdrecht überführt wird, erklärte Mittelstädt.
Brandenburg ist Wolfsland
Brandenburg gilt bundesweit als das Land mit den meisten Wolfsrudeln. In den Jahren 2023/2024 wurden laut Landesumweltamt dort 60 Rudel gezählt. Bundesweit waren es nach Daten der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf 209 Rudel. 2023 wurden in der Mark demnach 1.465 Nutztiere bei 358 Wolfsangriffen getötet oder verletzt.