Berliner Initiative fordert Tempo bei Baumprojekt
Berlin (epd).

Der Berliner Verein „BaumEntscheid“ fordert mehr Tempo bei der Umsetzung des Klimaanpassungsgesetzes. Aktuell gebe es „weder Schnelligkeit noch Gründlichkeit“ bei dem Vorhaben, bis 2040 für eine Million Bäume in der Hauptstadt zu sorgen, kritisierte der Vorstand des Bündnisses, Heinrich Strößenreuther, am Dienstag im RBB-Inforadio. Das Vorhaben geht auf einen Antrag von „BaumEntscheid“ für ein Volksbegehren zurück. Im vergangenen Jahr übernahm der Senat den Antrag als Basis für einen Gesetzentwurf, den das Abgeordnetenhaus mit breiter Mehrheit beschloss.

„Der Senat hat in dem Gesetz tatsächlich auch die Pflicht, die Planung anständig vorzubereiten, also Personal einzustellen, Berater zu beauftragen, um ein Drei-Milliarden-Euro-Projekt tatsächlich zu planen“, sagte Strößenreuther. Das passiere aber nicht. Der Umweltaktivist warf der in Berlin regierenden CDU deshalb vor, die Öffentlichkeit hinters Licht geführt zu haben. „Die Bäume werden nicht gepflanzt, es werden viel zu viele gefällt“, sagte Strößenreuther. Nach Angaben der Senatsumweltverwaltung gab es 2025 einen Baumbestand von knapp 440.000 in Berlin.

Verein will für „Baumwahlkampf“ sorgen

Strößenreuther mahnte, die Stadt müsse sich auf die Auswirkungen des Klimawandels vorbereiten und verwies auf volkswirtschaftliche Verluste durch Hitzetage. „Wir werden auch nochmal dafür sorgen, dass es einen Bauwahlkampf gibt“ kündigte er mit Blick auf die Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September an. Er sei zuversichtlich, dass es danach andere Mehrheiten geben werde. „Die werden dafür sorgen, dass dieses Gesetz anständig umgesetzt wird“, sagte Strößenreuther.