Sachsen-Anhalt: Gesundheitsinstitutionen fordern Reformen mit Maß
Magdeburg (epd).

Verbände der Heilberufe sowie Krankenkassen fordern Reformen für Sachsen-Anhalts Gesundheitswesen. Insgesamt 19 Verbände richteten die gemeinsame Erklärung „für eine starke, effiziente und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung“ an die Landespolitik, teilten die Gesundheitsinstitutionen am Montag in Magdeburg mit. Dabei hätten sich Organisationen mit unterschiedlichen Aufgaben und Perspektiven auf gemeinsame Grundsätze und Erwartungen verständigt.

Die Erklärung sei zugleich „ein Signal an die Menschen im Land“, dass Sachsen-Anhalt über ein leistungsfähiges Gesundheitswesen verfüge. Die Menschen dürften erwarten, dass ihnen auch in Zukunft „eine flächendeckende, stabile und qualitativ hochwertige Versorgung zur Verfügung steht“. Gerade angesichts der älter werdenden Bevölkerung seien verlässliche Versorgungsstrukturen notwendig.

Herausforderungen dürfen Versorgung nicht gefährden

Das Gesundheitswesen steht vor erheblichen Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Kostensteigerungen oder einer alternden Gesellschaft. Reformen müssten sachlich, konstruktiv und mit klarem Blick für die Versorgungsrealität gestaltet werden, mahnten die Verbände und Kassen. „Nachhaltige Lösungen entstehen nicht durch einseitige oder kurzfristige Eingriffe“, hieß es.

Alle Versicherten hätten Anspruch auf eine bedarfsgerechte Versorgung. Der Zugang zu gesundheitlichen Leistungen müsse „unabhängig von Wohnort, Alter, sozialem Status oder individuellen Voraussetzungen gewährleistet werden“.