Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Thüringen (AGFK) hat ein Projekt zur Verbesserung der Schulwegsicherheit gestartet. Unter dem Titel „Sichere Schulwege in Thüringen“ sollen gemeinsam mit Schulen und Kommunen Gefahrenstellen im Umfeld von Schulen ermittelt und Lösungen entwickelt werden, teilte ein Sprecher am Dienstag in Erfurt mit.
Schülerinnen und Schüler erkunden dabei laut Angaben des Verbands ihr Schulumfeld und benennen gefährliche Stellen. Eltern, Schulen und Kommunen seien in die Planungen einbezogen. Ziel sei es, Kindern einen sicheren und selbstständigen Schulweg zu ermöglichen und zugleich die Zahl der sogenannten Elterntaxis zu verringern.
Erste Projekte in Gera und Mühlhausen gestartet
Am Ende des jeweiligen Projekts steht den Angaben zufolge ein Schulwegplan, der Familien bei der Wahl sicherer Wege hilft und Kommunen als Grundlage für Verbesserungen dient. Er könne zudem Hinweise auf Schulwege liefern, auf denen sich beispielsweise Tempo 30 anordnen lasse.
Erste Erfahrungen sammelte die Arbeitsgemeinschaft bereits an Schulen in Gera und Mühlhausen. Das Projekt wird von der Initiative Mobilitätskultur gefördert. Als Partner beteiligen sich die Landesverkehrswacht Thüringen. Das Vorhaben läuft bis Februar 2028.
Die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft, Katharina Cherubim, appellierte an das Land, eine Anschlussfinanzierung zu ermöglichen, damit die Schulwegplanung in ganz Thüringen umgesetzt werden könne. Bislang entstehen für Schulen und Kommunen ihren Angaben zufolge keine Kosten.