Brandenburgs Sozialminister René Wilke (SPD) hat die Arbeit der kostenlosen Telefonseelsorge als wichtigen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft gewürdigt. Zum 30-jährigen Bestehen der Kirchlichen TelefonSeelsorge Frankfurt (Oder) erklärte Wilke am Samstag, sie sei ein bedeutender Eckpfeiler der persönlichen Krisenbewältigung. Er dankte den Ehrenamtlichen für ihr Engagement. „Wer Menschen in seelischen Notlagen oder Lebenskrisen hilft, leistet Außergewöhnliches“, sagte der Minister.
Die TelefonSeelsorge Frankfurt (Oder) ging am 28. Oktober 1996 an den Start. Aktuell sind den Angaben zufolge 26 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz. Sie werden in einer 200 Stunden umfassenden Ausbildung auf ihren Dienst vorbereitet. Im vergangenen Jahr wurden 5.265 Seelsorgegespräche gezählt. Seit ihrem Bestehen gingen rund 150.000 Anrufe ein, hieß es. Am häufigsten ging es um Themen wie Einsamkeit, Isolation und Probleme in familiären Beziehungen.
Immer ein offenes Ohr
Matthias Oliver Schneider von der Leitung der Kirchlichen TelefonSeelsorge Berlin und Brandenburg erklärte, „unsere Ehrenamtlichen schenken anderen Menschen etwas, das unbezahlbar ist: Zeit, Aufmerksamkeit und ein offenes Ohr.“ Die TelefonSeelsorge Frankfurt (Oder) wird den Angaben zufolge von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, dem Erzbistum Berlin, dem Bund Freikirchlicher Gemeinden sowie von Diakonie und Caritas getragen. Das Sozialministerium fördert die Arbeit jährlich mit knapp 61.000 Euro.