Die staatliche Grundschule Tannroda ist mit dem Deutschen Schulpreis 2026 ausgezeichnet worden. Die Thüringer Schule erhalte im Zuge dessen 30.000 Euro, teilte das Thüringer Bildungsministerium am Dienstag in Erfurt mit. Insbesondere das jahrgangsübergreifende Lernen sowie die individuelle Förderung der Kinder hätten die Jury überzeugt.
Tannroda hatte sich den Angaben zufolge gemeinsam mit weiteren 86 Schulen um die Auszeichnung beworben. Die Grundschule verzichte auf Ziffernnoten. Stattdessen würden die Lernentwicklung und individuellen Leistungen dokumentiert. Abgestimmte Lernplanzeiten, vereinbarte Lernziele und regelmäßige Selbsteinschätzungen sollen die Kinder zu selbstständigem Arbeiten anleiten. Entwicklungsgespräche gehörten ebenfalls zum Schulkonzept.
Auch der Schulgarten wird als Lernort genutzt
Als weiteren Schwerpunkt nennt die Schule das Konzept „Lernen braucht Bewegung“. Bewegungs- und Entspannungszeiten seien fest im Schulalltag verankert. Auch der Garten werde als Lernort genutzt. Thüringens Bildungsminister Christian Tischner (CDU) würdigte die kontinuierliche Entwicklung in Tannroda. Die Schule zeige, wie ein Kollegium gemeinsam daran arbeiten könne, jedes Kind bestmöglich zu fördern.
Für Thüringen ist die Auszeichnung bereits der zweite Deutsche Schulpreis in Folge. 2025 gehörte die Jenaplanschule Weimar zu den Preisträgern. Der Deutsche Schulpreis wird jährlich von der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung vergeben. Ausgezeichnet werden Schulen für herausragende pädagogische Qualität und Schulentwicklung.