220 Outdoor-Rucksäcke für Obdachlose
Berlin (epd).

Erneut sind in Berlin eigens für das Leben auf der Straße entwickelte Rucksäcke an Obdachlose ausgegeben worden. Die Entwicklung und Produktion der 220 Rucksäcke sei maßgeblich durch eine Förderung der Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz in Höhe von 50.000 Euro ermöglicht worden, teilte die diakonische Neue Chance gGmbH am Freitag in Berlin mit. Kostenlos verteilt wurden die Rucksäcke an Gäste der Notübernachtung am Steglitzer Kreisel, wie es hieß.

Der sogenannte Rambler Backpack wurde den Angaben zufolge von den Rambler Studios Berlin gemeinsam mit Besuchern und ehemaligen Obdachlosen entwickelt. Er wurde demnach speziell für die Herausforderungen des Lebens auf der Straße entworfen.

Schutz bei Wind und Wetter

Das strapazierfähige, wasserabweisende Material des Outdoor-Rucksacks biete Schutz bei Wind und Wetter. Das aktuelle Modell sei zudem mit einer zusätzlichen Plane ausgestattet, die flexibel genutzt werden könne als Regenhülle, als Sitzunterlage oder abgespannt als Wetterschutz vor Regen oder Sonne. Zahlreiche versteckte Fächer ermöglichen eine sichere Aufbewahrung von Wertsachen.

Das Rambler Studio Berlin der Neue Chance gGmbH verbindet nach eigenen Angaben Jugendsozialarbeit mit Modedesign und richtet sich an junge Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren. Gefördert wird es vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg. Die ersten dort entwickelten Rucksäcke für Obdachlose waren vor drei Jahren ausgegeben worden. Die Rucksäcke kosten in der Anfertigung mehr als 200 Euro, die durch Spenden finanziert werden.