Das Europäische Zentrum der Künste „Hellerau“ in Dresden ist am Freitag mit dem Theaterpreis des Bundes geehrt worden. Die mit 200.000 Euro dotierte Auszeichnung würdige den Einsatz des Theaters für Identität, Gemeinschaft und Demokratie, wie es hieß. Der Beauftragte für Kultur und Medien, Staatsminister Wolfram Weimer (parteilos), erklärte bei der Vergabe in Berlin: „Der Preis steht für eine breite Anerkennung der darstellenden Künste im ganzen Land - von der freien Szene bis zu etablierten Bühnen.“
Er zeige, „was Theater ausmacht: Vielfalt, Mut und die Fähigkeit, gesellschaftliche Gegenwart künstlerisch zu interpretieren“, sagte Weimer. Das Preisgeld steht dem Team von „Hellerau“ unter der Intendanz von Carena Schlewitt für die weitere Programmarbeit und für bessere künstlerische Produktionsbedingungen zur Verfügung. Das Theater ist Teil der ersten deutschen Gartenstadt, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Dresden-Hellerau entstand.
Qualität, Exzellenz und Mut
Weitere Auszeichnungen zu je 100.000 Euro gingen an das Theater Lindenhof in Melchingen in Baden-Württemberg, das junge Theater „Stellwerk“ im thüringischen Weimar und das Theater Oberhausen in Nordrhein-Westfalen. Die Preise wurden bei einer Gala im Haus der Berliner Festspiele verliehen.
Die Auszeichnung würdigt Bühnen in Deutschland, die sich mit herausragender Qualität, künstlerischer Exzellenz und strukturellem Mut hervorheben. Zugleich förderten diese Häuser in urbanen wie ländlichen Räumen Kultur, Identität und gesellschaftliche Debatten.