Die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz erhält Anfang 2027 mit dem Kunsthistoriker Stefan Körner einen neuen Direktor. Das Kuratorium der Kulturstiftung habe sich nach Abschluss eines Auswahlverfahrens für den gebürtigen Potsdamer entschieden, teilte eine Sprecherin am Dienstag mit. Ab Februar 2023 hatte der Direktor des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie, Harald Meller, die kommissarische Leitung der Kulturstiftung übernommen.
Mit der neuen Leitung seien die Weichen für die Bewahrung des Gartenreiches gestellt, hieß es. Neben der Führung der Stiftung mit rund 120 Mitarbeitenden und etwa 80 Saisonkräften gehört auch die strategische Weiterentwicklung des Unesco-Welterbes zu den Aufgaben des Direktors.
Große Aufgaben für das Gartenreich
Für die kommenden Jahre seien bereits Projekte im Umfang von rund 150 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln angedacht, hieß es. Geplant sei etwa die wissenschaftliche Erforschung der Denkmale und Sammlungen, die Vernetzung der Stiftung sowie die nachhaltige touristische Nutzung der Kulturlandschaft.
„Das Gartenreich ist für mich eine der großen Utopien von Reform und Verantwortung - und eine Aufklärungsidee, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat“, erklärte Körner. Vor über 250 Jahren wurden im Gartenreich nach den Worten des neuen Leiters nachhaltige Landesentwicklung, Toleranz, Bildung und kultureller Austausch „nicht nur gedacht, sondern als Kulturlandschaft verwirklicht“. Diese Themen sollten auch künftig die Arbeit der Stiftung leiten.