Schlösser-Stiftung plant diesjähriges Symposium zur Gartenkunst
Rudolstadt, Coburg (epd).

Das 200. Jubiläum des 1826 entstandenen Doppelherzogtums Sachsen-Coburg und Gotha steht im Mittelpunkt des diesjährigen Herbstsymposions der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Die internationale Tagung widme sich vom 22. bis 24. Oktober in Coburg der Gartenkunst als Ausdruck und Motor kulturellen Austauschs, teilte ein Stiftungssprecher am Donnerstag in Rudolstadt mit. Veranstaltet werde die Konferenz gemeinsam mit dem Coburger Kunstverein und den Kunstsammlungen der Veste Coburg.

Im Mittelpunkt des Symposiums stehen den Angaben zufolge Parkanlagen in Gotha und Coburg sowie europäische Gartenkunstwerke, die durch dynastische Beziehungen mit den Residenzen verbunden sind. Fachleute aus fünf Ländern beleuchteten Gartenkunst als kulturellen Transfer und die heutigen Herausforderungen der Gartendenkmalpflege.

Kultureller Austausch über dynastische Verbindungen

Anlass für das Symposion ist die Neuordnung der ernestinischen Gebiete im Jahr 1826. Die Ernestiner, eine Teillinie des Hauses Wettin, hatten ihre Territorien in den Jahrhunderten zuvor mehrfach geteilt. 1826 entstand unter anderem das Doppelherzogtum Sachsen-Coburg und Gotha. Der frühere Coburger Herzog Ernst I. (1784-1844) regierte beide Herzogtümer in Personalunion. Das Doppelherzogtum bestand bis zum Ende der Monarchie im Jahr 1918.

Die Coburger Dynastie war dabei durch zahlreiche Eheschließungen mit europäischen Herrscherhäusern verbunden. Diese familiären Netzwerke erleichterten den Austausch auf kulturellem Gebiet. Auch die Gestaltung von Gärten und Parks wurde davon beeinflusst.