Das Leipziger Grassi Museum plant 2026 unter anderem eine Ausstellung zu angewandter Kunst aus Lateinamerika. Unter dem Titel „The Soul of Objects“ sind vom 7. Mai bis 27. September rund 70 Arbeiten und Projekte zu sehen, wie das Museum am Dienstag in Leipzig mitteilte. Beteiligt seien Künstlerinnen und Künstler unter anderem aus Argentinien, Bolivien, Brasilien und Chile sowie aus Ecuador, Kolumbien, Mexiko, Peru, Uruguay und Venezuela.
Im Zentrum stehe die Vielfalt von Materialien und Techniken sowie die sozialen und politischen Hintergründe des traditionellen und zeitgenössischen Kunsthandwerks in Lateinamerika, hieß es. Themen seien unter anderem der ökologische Umgang mit natürlichen Ressourcen, Fragen der Identität, der Prozess der Dekolonialisierung sowie das Recycling von Materialien und fairer Handel.
Ausstellung zur Buchkunst der Renaissance
Ferner stehen auf dem Programm des Museums eine Ausstellung über das Wirken des berühmten Buchdruckers der Renaissance, Aldo Pio Manuzio (1449-1515), und im Oktober die „Grassimesse“, eine internationale Verkaufsmesse für angewandte Kunst und Design.
2025 zog das Leipziger Museum für angewandte Kunst mehr als 97.000 Gäste an. Dies sei das zweitbeste Ergebnis seit der Wiedereröffnung im Jahr 2007. Zu fast 800 Veranstaltungen wurde eingeladen. Darüber hinaus konnte die Sammlung des Museums um fast 3.000 Objekte erweitert werden, darunter neben Schenkungen auch 26 Ankäufe. Der Wert aller erworbenen Objekte wurde auf rund 1,5 Millionen Euro beziffert.