Die Berlinale wird in diesem Jahr mit der Weltpremiere von „No Good Men“ eröffnet. Am 12. Februar werde der dritte Spielfilm der afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat als Eröffnungsfilm im Berlinale Palast laufen, teilte das Filmfestival am Freitag in der Hauptstadt mit. Produziert wurde „No Good Men“ als internationale Koproduktion unter Beteiligung von Deutschland, Frankreich, Norwegen, Dänemark und Afghanistan. Deutscher Kinostart ist am 27. August.
Die romantische, persönliche und politische Komödie sei der dritte von fünf geplanten Filmen, die auf den autobiografischen Schriften des Autors und Schauspielers Anwar Hashimi basieren. Hashimi ist den Angaben zufolge auch Darsteller neben Regisseurin Sadat, die zudem als weibliche Hauptrolle die Kamerafrau Naru spielt.
Keine guten Männer
Naru ist die einzige Kamerafrau bei Kabul TV und überzeugt, dass es in Afghanistan keine guten Männer gibt. Kurz vor der Rückkehr der Taliban begleitet sie den Reporter Quodrat auf einen Außeneinsatz. Er bringt ihre Überzeugungen ins Wanken. Die Dreharbeiten fanden an verschiedenen Orten in Deutschland statt.
Der Film greife wahre Begebenheiten auf und sei in seiner Entstehung für die Regisseurin mit großen Risiken verbunden gewesen, sagte Berlinale Intendantin Tricia Tuttle: „Shahrbanoo Sadat gehört zu den spannendsten Stimmen des internationalen Kinos.“
Das Filmfestival findet vom 12. bis zum 22. Februar zum 76. Mal statt. Zwei Preise stehen bereits fest: der Goldene Ehrenbär für Schauspielerin Michelle Yeoh und die Berlinale Kamera für den Komponisten Max Richter.