MDR muss Finanzlücke aus Rücklagen schließen
Leipzig (epd).

Trotz Sparanstrengungen hat der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) das Geschäftsjahr 2025 mit einem Fehlbetrag von 13,2 Millionen Euro abgeschlossen. Wie der MDR-Rundfunkrat anlässlich seiner Sitzung am Montag in Leipzig mitteilte, bedeutet dies im Vergleich zum Jahr 2024 eine Reduzierung des Fehlbetrags um 31,1 Millionen Euro. Ein weiteres Schließen der Finanzlücke sei von der nicht erfolgten Beitragsanpassung gehemmt worden.

Daher sehe sich der Sender „gezwungen, zusätzlich weitere Einschnitte im Programm vorzunehmen“, hieß es. Konkretes wurde nicht genannt. Die bestehende Haushaltslücke für 2025 wird der Sender laut MDR-Intendant Ralf Ludwig „plangemäß in voller Höhe mit den noch vorhandenen Rücklagen“ ausgleichen.

Sparpaket bis 2028

Der MDR hatte 2024 ein umfangreiches Sparpaket von 160 Millionen Euro für den Zeitraum 2025 bis 2028 aufgelegt. Der MDR-Rundfunkratsvorsitzende Kai Ostermann erklärte: „Der Jahresabschluss 2025 macht deutlich, unter welch anspruchsvollen finanziellen Rahmenbedingungen sich der MDR derzeit bewegt.“ Der gesamte Jahresetat des MDR lag im vergangenen Jahr bei rund 742,5 Millionen Euro und im laufenden Jahr 2026 bei rund 765,9 Millionen Euro.

Der MDR-Rundfunkrat stimmte auf seiner Sitzung am Montag zudem zwei neuen Produktionen der Krimireihe „Polizeiruf“ zu, die noch im Jahr 2026 gedreht werden sollen. Von 2027 an sollen der Magdeburger „Polizeiruf“ sowie der Dresdner „Tatort“ für drei Jahre pausieren. Das Vorgehen war auf scharfe Kritik gestoßen.