Die 18. Magdeburger Domfestspiele laden in diesem Jahr zu Konzerten ein. Vom 1. bis 7. Juni gibt es neun Konzerte in der gotischen Kathedrale, teilten die Veranstalter am Dienstag in Magdeburg mit. „Das diesjährige Programm verbindet internationale Akzente mit regionalen Schwerpunkten“, sagte der Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins PRO Magdeburg, Georg Bandarau. Domprediger Jörg Uhle-Wettler versprach: „Der Dom ist nicht nur Kulisse“, sondern auch Ort der Begegnung, geistiger Erfahrungen und des Kunstgenusses.
Zum Auftakt des einwöchigen Festivals präsentiert am 1. Juni das Leipziger Vokalensemble „amarcord“ sein Programm „Immortal Beauty“ mit Hymnen der Renaissance bis zu romantischen Stücken von Schubert und Debussy. Die fünf Musiker aus der Messestadt wurden vor wenigen Wochen für ihr jüngstes Vokal-Album mit dem „Klassik-Oscar“ geehrt.
Programm auf hohem Niveau
Hochkarätig gehe es auch an den Folgetagen zu, sagte Bandarau. So interpretieren die französische Sängerin Myra Maud und der Luxemburger Kontrabassist Hervé Jeanne am 4. Juni Klassiker aus Jazz, Soul, Chanson und Pop an einem ungewöhnlichen Ort im Dom: Ihr Konzert unter dem Titel „Jazz trifft Otto“ findet im Bischofsgang - also in der zweiten Etage des Hohen Chores - statt.
Doch die Festivalorganisatoren haben nach guten Erfahrungen in der Vergangenheit das Francanapa New Tango Quintet mit Musikern aus Südamerika und Europa eingeladen, um am 6. Juni argentinische Tangomusik in die Elbestadt zu holen.
„Karneval der Tiere“ lädt Kinder ein
Freien Eintritt für Kinder gibt es Samstagvormittag beim Kinderorgelkonzert von Jonas Schauer. Der junge Organist - mehrfacher Bundespreisträger von „Jugend musiziert“ - spielt den „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saens auf der Schuke-Orgel mit ihren 6.139 Pfeifen und 92 Registern.
Zum Festivalabschluss musizieren am 7. Juni unter dem Titel „Gloria!“ drei Klangkörper gemeinsam: Der Magdeburger Domchor, die Domsingschule und der Junge Ökumenische Chor lassen gemeinsam mit Solisten des Orchesters Märkisch Barock Werke von Antonio Vivaldi und Johann Sebastian Bach erklingen. „Ein eindrucksvolles musikalisches Finale der Festivalwoche“, sagte Bandarau.