Das Renaissanceschloss von Droyßig im Burgenlandkreis soll umfassend saniert und umgebaut werden. Dazu stellen das Land Sachsen-Anhalt und der Bund 16,28 Millionen Euro Förderung aus dem Strukturfonds für das Mitteldeutsche Kohlerevier zur Verfügung, teilte das Landesverwaltungsamt in Halle (Saale) am Dienstag mit. Die Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst wird die denkmalgerechte Sanierung und den Umbau des Schlosses zum Verwaltungssitz übernehmen. Insgesamt stehen für das Vorhaben rund 19,5 Millionen Euro zur Verfügung, hieß es.
„Das Schloss Droyßig ist ein herausragendes Kulturdenkmal mit großer Bedeutung für die Region“, sagte der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye (CDU). Das Projekt verbinde den Erhalt kulturellen Erbes „mit einer nachhaltigen Zukunftsperspektive im Strukturwandel“, sagte Pleye. Das Schloss solle nach dem Umbau dauerhaft als Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde genutzt werden.
Schloss ist für historische Schlosskapelle bekannt
Das Schloss zählt nach Angaben des Landesverwaltungsamtes zu den bedeutendsten Kulturdenkmalen im Burgenlandkreis. Seine Ursprünge reichten bis ins Mittelalter zurück. Aus einer im frühen 13. Jahrhundert errichteten Wasserburg entwickelte sich die heutige Schlossanlage mit Elementen aus der Renaissance, der Neugotik, des Klassizismus und der Neurenaissance. Besonders hervorzuheben sei die Schlosskapelle, „die zu den kunsthistorisch wertvollsten Bestandteilen der Gesamtanlage zählt“, hieß es.