Die Kleist-Festtage 2026 laden vom 6. bis 11. Oktober zu Theateraufführungen und weiteren Veranstaltungen nach Frankfurt an der Oder ein. Das Programm verbinde das Werk des Schriftstellers Heinrich von Kleist (1777-1811) mit aktuellen künstlerischen und gesellschaftlichen Fragen, teilte das Kleist-Museum am Dienstag in Frankfurt an der Oder mit. Die Festtage in Kleists Geburtsstadt eröffneten zugleich den Weg in das Jubiläumsjahr 2027 zum 250. Geburtstag des Dichters und Dramatikers.
Zur Eröffnung am 6. Oktober werde am Abend die Grenze zwischen Frankfurt in Brandenburg und Slubice in Polen zum künstlerischen Schauplatz, hieß es. Am 8. Oktober wollen Studierende der Europa-Universität Viadrina Projekte zum Kleist-Jubiläum präsentieren.
Recht und Gerechtigkeit
Auch im weiteren Festivalprogramm gehe es um Grenzgänge und neue Perspektiven auf Kleist, hieß es. Das Theaterhaus Kleist Forum zeige neue und kritische Auseinandersetzungen mit klassischen Stoffen, darunter eine Inszenierung des Theaters Bremen zur Geschichte des Michael Kohlhaas und zur Frage nach Recht und Gerechtigkeit, nach Widerstand und den Grenzen legitimer Mittel.
Am 7. Oktober soll dort den Angaben zufolge auch der Kleist-Förderpreis für neue Dramatik 2026 an den Autor Kaleb Erdmann für sein Stück „Debritz“ über eine fiktive ostdeutsche Kleinstadt verliehen werden. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Dafür waren 174 Theatertexte eingereicht worden. Der Preisträger war bereits im Januar bekannt gegeben worden. Die Kleist-Festtage werden seit 1991 jährlich im Oktober ausgerichtet, der Förderpreis wird zum 31. Mal vergeben.