Mit einer Performance des Vokalensembles „The Present“ ist am Freitag in Dresden das mitteldeutsche Heinrich Schütz Musikfest eröffnet worden. Alte und Neue Musik werden dabei bewusst verschränkt, experimentelle Elemente integriert und stilistische Grenzen überschritten, wie das Festival mitteilte. Das Ensemble „The Present“ stehe für konzeptuelle Programme, vom Konzert bis zum Musiktheater.
In diesem Jahr präsentiert das Musikfest zu Ehren des Komponisten Heinrich Schütz (1585-1672) knapp 50 Veranstaltungen. Zu erleben sind bis zum 11. Oktober Konzerte, Vorträge und Gespräche, Ausstellungen sowie musikalische Gottesdienste und Performances. Das Programm 2026 läuft unter dem Titel „Spurensuche. Anstoß und Aufbruch“.
Interimsintendant Gerd Amelung sagte, das Festival wolle danach fragen, wie die rund 400 Jahre alte Musik von Schütz heute wirkt. Erwartet werden der Thomanerchor Leipzig, das Ensemble La Rubina, der Dresdner Kammerchor und die Lautten Compagney Berlin.
Schütz-Preis für langjährige Intendantin
Die Veranstaltungen finden in Dresden, Gera, Bad Köstritz, Weißenfels und Zeitz statt. Veranstalter des Musikfestes ist der Verein Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Den undotierten Internationalen Heinrich-Schütz-Preis erhält am 7. Oktober die Musikwissenschaftlerin Christina Siegfried.
Sie wird für ihr langjähriges Wirken als Intendantin des Musikfestes und ihre besonderen Verdienste um die Vermittlung und Verbreitung des musikalischen Erbes von Schütz geehrt. Schütz und seine Werke waren Mitte des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt worden.