Gemeinsame Schau von Jonathan Meese und Neo Rauch in Aschersleben
Aschersleben (epd).

Unter dem Titel „Feine Herrschaften“ zeigen die Künstler Jonathan Meese und Neo Rauch von Samstag an in Aschersleben (Sachsen-Anhalt) mehr als 60 ihrer Werke. Zu sehen seien Lithografien, Zeichnungen und Ölarbeiten auf Papier, darunter auch zwei Gemeinschaftswerke, teilte die Grafikstiftung Neo Rauch am Freitag in Aschersleben mit. Die Arbeiten zeigten „einen spannenden Dialog über Herrschaft, Ideologie und die Rolle der Kunst“.

Zur Eröffnung wird am Samstag der Dresdner Schriftsteller Uwe Tellkamp („Der Turm“) eine Einführung in die Ausstellung geben, hieß es. Die 14. Jahresausstellung der Grafikstiftung ist bis Mitte April 2027 geöffnet. Die Grafikstiftung Neo Rauch ist Träger des gleichnamigen Museums in Aschersleben. Gegründet wurde sie von dem Leipziger Künstler 2012.

Besondere Ausstellung zweier großer Künstler

Neo Rauch gilt mit seiner erzählerischen, surrealfigürlichen Bilderwelt als einer der führenden Vertreter der neuen Leipziger Schule und wichtigsten deutschen Maler der Gegenwart. Der 1960 in Leipzig geborene Künstler wuchs bei seinen Großeltern in Aschersleben auf. In der Ausstellung ist unter anderem sein großformatiges Werk „Die Idee“ (2025) mit Öl auf Papier zu sehen.

Der als Aktions- und Performancekünstler bekannte Jonathan Meese wurde 1970 in Tokio geboren. In den Jahren 2019/2020 hatte er in Aschersleben bereits drei seiner Lithografien in der Gruppenausstellung „Das Kollegium“ gezeigt. In der aktuellen Schau ist etwa seine Bleistiftzeichnung „Dr. Selfmeese VIII“ zu sehen.