Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden widmen dem französischen Bildhauer Auguste Rodin (1840-1917) eine Ausstellung. Rund 100 Arbeiten von ihm sowie weiteren Künstlern veranschaulichten den künstlerischen Aufbruch der Moderne, wie die Kunstsammlungen am Mittwoch in Dresden mitteilten. Zu sehen sind im Dresdner Albertinum vom 31. Oktober an Skulpturen und Gemälde sowie Medaillen, Fotografien und handschriftliche Briefe.
Unter dem Titel „Das Große Drama. Auguste Rodin und der Streit um die Moderne“ seien auch französische und belgische Skulpturen aus der Zeit um 1900 zu sehen. Die Ausstellung vereine einen Großteil der vor mehr als 130 Jahren für die Dresdner Sammlung erworbenen Plastiken, hieß es. Viele der Werke sind laut den Kunstsammlungen seit 1939 nicht mehr öffentlich gezeigt worden.
Streit um neue Kunst
Die Präsentation mache auch deutlich, wie die Sammlung zu „einer der innovativsten und wichtigsten der europäischen Moderne wurde und wie heftig um diese neue Kunst gestritten wurde“. Ein Höhepunkt der Schau sei ein Abguss des „Monument aux morts“ des französischen Künstlers Albert Bartholome (1848-1928). Das 9 mal 3,50 Meter große Original steht als „Denkmal für die Toten“ auf dem Pariser Friedhof Pere-Lachaise.
Der Ankauf der Kopie durch den damaligen Direktor der Skulpturensammlung im Albertinum, Georg Treu (1843-1921), habe einst für Kontroversen gesorgt. Treu hatte 1894 mit dem Erwerb der Werke „Das Eherne Zeitalter“ und „Mann mit gebrochener Nase“ von Auguste Rodin den Grundstein dieser Dresdner Sammlung gelegt. Die Ausstellung im Albertinum ist bis zum 22. August 2027 zu sehen.