Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) widmen dem Italiener Antonio Allegri (1489-1534), bekannt unter dem Namen seines Geburtsorts Correggio, eine Retrospektive. Präsentiert werden vom 19. September an in der Gemäldegalerie Alte Meister rund 100 Werke des Renaissance-Künstlers, teilten die SKD am Mittwoch in Dresden mit. Es sei „die erste umfassende Überblicksausstellung außerhalb Italiens zu Correggios Schaffen“.
Unter dem Titel „Correggio. Berührend menschlich“ sind bis zum 10. Januar Werke aus dem Bestand der SKD sowie Leihgaben aus dem Prado in Madrid, dem Louvre in Paris, den Uffizien in Florenz und von der Londoner National Gallery zu sehen. Die Ausstellung versammele etwa ein Drittel von Correggios malerischem Werk und zahlreiche seiner Zeichnungen sowie Arbeiten von Zeitgenossen und Nachfolgern.
Sinnlichkeit der Figuren
Im Zentrum stehe die Meisterschaft des italienischen Künstlers in der Darstellung von Gefühlen, hieß es. Correggios religiöse und profan-erotischen Gemälde faszinierten wegen des „geschickten Einsatzes von Licht und Schatten und der lebhaften Anmut und Sinnlichkeit seiner Figuren“. Damit habe er das Schaffen von europäischen Künstlern seiner Zeit und späterer Jahrhunderte geprägt.
Neben Leonardo da Vinci (1452-1519), Raffael (1483-1520) und Michelangelo (1475-1564) zählte Correggio zu den bedeutendsten Künstlern seiner Zeit. Seine vier größten Tafelbilder befinden sich laut SKD in Dresden, darunter die Heilige Nacht (um 1528/30), die lange als berühmtestes Gemälde Europas galt.