Brandenburg will Kulturgüter vor Gefahren schützen
Potsdam (epd).

Mit der Übergabe von Förderbescheiden in Höhe von 32.000 Euro an das Stadtmuseum Cottbus hat das Brandenburger Kulturministerium und der Museumsverband Brandenburg die „Offensive Kulturgutschutz“ gestartet. Zudem habe das Stadtmuseum eine vom Land finanzierte Notfallbox für die Erstversorgung von Kulturgut im Schadensfall erhalten, teilte das Ministerium am Montag in Potsdam mit. Das vom Museumsverband entwickelte Projekt zur Notfallvorsorge für bewegliches Kulturgut startet in Cottbus sowie im Landkreis Spree-Neiße.

Diese seien als Modellregionen ausgewählt worden, weil dort bereits seit 2024 ein Notfallverbund aus Museen, Bibliotheken und anderen Kultureinrichtungen bestehe. In einem ersten Schritt soll nun eine Risikoanalyse für etwa 20 Museumsstandorte erfolgen, in einem zweiten dann 2027 individuelle Notfallpläne entstehen. Schließlich soll ein auf alle Kreise des Landes übertragbares Konzept der Risikoanalyse sowie eine Anleitung für individuelle Notfallpläne entstehen, hieß es.

Notfallboxen mit Werkzeugen

Kulturministerin Manja Schüle (SPD) wies auf die Gefahren für Kulturerbe durch Hochwasser, Stürme, Feuer oder andere Gefahren hin. „Das sind keine abstrakten Annahmen, sondern sehr reale Erfahrungen“, erklärte sie.

Das Kulturministerium förderte demnach bereits im vergangenen Jahr die Anschaffung von 17 Notfallboxen. Diese enthalten den Angaben zufolge unter anderem Werkzeuge zur Bergung, Reinigung und Sicherung geschädigter Objekte.