Sächsische Landessynode berät über Haushalt für 2027
Dresden (epd).

Sachsens evangelische Landessynode kommt am 13. November in Dresden zu ihrer Herbsttagung zusammen. Auf der Tagesordnung bis zum 16. November steht unter anderem die Beratung zum Haushalt für 2027, wie die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens am Donnerstag in Dresden mitteilte. Er umfasst laut Haushaltsentwurf ein Volumen von 253,8 Millionen Euro. Der laufende Etat 2026 beträgt rund 250,7 Millionen Euro.

Zudem soll auf der Tagung das Thema der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Landeskirche mehr Raum einnehmen. Die Vorsitzende der unabhängigen regionalen Aufarbeitungskommission (URAK) Heide Glaesmer soll einen Bericht abgeben. Sachsens evangelischer Landesbischof Tobias Bilz werde zur Umsetzung der Anerkennungsleistungen sprechen, hieß es. In der sächsischen Landeskirche sind bisher 141 Betroffene sexualisierter Gewalt mit insgesamt 84 Beschuldigten bekannt geworden.

Dresdner Kirchenbezirke sollen zusammengelegt werden

Auf ihrer Tagung will die Synode außerdem über einen Zusammenschluss der beiden evangelisch-lutherischen Dresdner Kirchenbezirke debattieren. Auch dazu liegt ein Gesetz zur Abstimmung vor. Die 80 Synodalen erwarten darüber hinaus Berichte von Landesbischof Bilz sowie der Synodalpräsidentin Gunda Röstel, die zu ihren ersten Monaten im Amt referieren will.

Die Synode ist das gesetzgebende Organ der Landeskirche, zu der knapp 558.000 Protestantinnen und Protestanten gehören. Das Gremium tritt in der Regel zweimal im Jahr in Dresden zu Beratungen zusammen - jeweils im Frühjahr und im Herbst. Die aktuelle Landessynode hatte sich erstmals im Juni 2026 konstituiert.