Sachsens Landeskirche steht vor weiteren Strukturreformen
Dresden (epd).

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens hat die Notwendigkeit von Strukturreformen betont. „Wir müssen unsere Kirche weiter umgestalten“, sagte der sächsische Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Dresden. Dies zeigten auch die zahlreichen Rückmeldungen zur geplanten weiteren Reform. Am Dienstag hatte die Initiative „Kirche von unten“ mit einem symbolischen Thesenanschlag an Dresdner Kirchentüren auf ihre Kritik aufmerksam gemacht.

Sie warnt vor einer „drohenden weitere Zentralisierung kirchlicher Strukturen“. Die Initiative hat eine Online-Petition mit dem Titel „Kirche von unten statt Zentralisierung“ auch gegen die Art und Weise der Reform gestartet und fordert mehr Zeit für Veränderungen.

Fast 300 Rückmeldungen

Pilz erklärte dazu: „Die kritischen Anmerkungen und die Sorgen hören wir und nehmen sie ernst.“ Es gebe fast 300 Rückmeldungen und Voten an die Arbeitsgruppe der Kirchenleitung zum Strukturwandel. Das Gespräch werde weiter geführt. Voraussichtlich noch im Januar solle ein Bericht vorgelegt werden.

Zugleich betonte Pilz: „Wir müssen zusammenrücken, damit wir uns nicht verlieren.“ Ohne Bündelung und Konzentration werde es nicht funktionieren, wenn die Landeskirche erhalten bleiben soll. Pilz ist einer der Vorsitzenden der landeskirchlichen Arbeitsgruppe zum Strukturwandel.

„Kirche von unten“ will die Kirchgemeinden vor Ort stärken. Es brauche „überschaubare, verantwortliche Strukturen“, hieß es. Größere und komplexere Einheiten sieht die Initiative kritisch. Bislang hat die Petition 142 Unterschriften.