Neue Mittel für Garnisonkirchturm im Gespräch
Potsdam (epd).

Für den Betrieb des neuen Potsdamer Garnisonkirchturms stehen möglicherweise bald zusätzliche Mittel zur Verfügung. Die Nutzenden des benachbarten Kreativhauses Rechenzentrum sollen einem Zeitungsbericht zufolge künftig bis 2033 jährlich rund 70.000 Euro an die Garnisonkirchenstiftung zahlen. Damit würde die Stiftung innerhalb von sieben Jahren rund eine halbe Million Euro einnehmen, berichtete die „Märkische Allgemeine Zeitung“ (Montag). Eine Einigung darüber gebe es jedoch noch nicht. Die Garnisonkirchenstiftung bestätigte dem Evangelischen Pressedienst (epd) die Angaben.

Das in der DDR errichtete Gebäude mit einem denkmalgeschützten Mosaikkunstwerk steht zum Teil auf dem Grundstück der Stiftung und soll eigentlich abgerissen werden. Dem von der Stiftung bestätigten Bericht zufolge soll ein unter anderem mit der Stadt abgestimmtes Eckpunktepapier mit den neuen Nutzungsbedingungen als „Willensbekundung Basis für eine Verwaltungsvorlage sein, die den Stadtverordneten Anfang Juli zur Bestätigung vorgelegt werden soll“. Von der Stadt war bis zum Mittag keine Stellungnahme zu bekommen.

Gesprächsformate entwickeln

Der Verwaltungsvorstand der Garnisonkirchenstiftung, Peter Leinemann, sagte dem epd, die Stiftung stehe auch „bereit für Verabredungen neben der vorgesehenen Beschlussfassung“. Ziel sei, „Gesprächsformate zu entwickeln, die in den kommenden zwei bis drei Jahren das nachbarschaftliche Verhältnis pflegen“. Dort solle auch geprüft werden, ob sich die städtischen Rahmenbedingungen ändern. Vorstellbar seien auch Untersuchungen zu Potenzialen der Kultur- und Kreativwirtschaft in der Innenstadt.