Methodistische Kirche mit Erklärung zu Menschenfeindlichkeit
Plauen (epd).

Die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) im Süden Ostdeutschlands hat zum Abschluss ihrer Jahrestagung eine Erklärung zu menschenfeindlichem Gedankengut verabschiedet. Zum Ende ihrer viertägigen Beratungen in Plauen erteilte die EmK darin am Sonntag „jeglichem extremen, ausgrenzenden sowie menschenfeindlichen Gedankengut“ eine klare Absage. Gemeinden wurden nachdrücklich ermutigt, Schutzräume zu gestalten, an denen Menschen unabhängig von Herkunft, Status oder Lebenslage Schutz vor Diskriminierung erfahren.

Die „Ostdeutsche Jährliche Konferenz“ hatte am Donnerstag im westsächsischen Plauen begonnen. Weitere Themen in der evangelisch-methodistischen Erlöserkirche von Plauen waren etwa Strukturfragen und die Zukunftsfähigkeit der EmK. An der Tagung nahmen nach Angaben der EmK rund 160 Vertreterinnen und Vertreter von methodistischen Gemeinden in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen teil.

Amt und Menschenfeindlichkeit unvereinbar

In der Erklärung zu menschenfeindlichem Gedankengut heißt es auch, dass Funktionsträger in den Gemeinden der „Ostdeutschen Jährlichen Konferenz“ nicht aktiv und öffentlich durch gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auffallen dürften. Dies wäre unvereinbar mit den Grundsätzen der Kirche. Vorstände und Bezirkskonferenzen in den Gemeinden sollten in diesen Fällen „entsprechend handeln“. Der Beschluss dazu sei mit großer Mehrheit gefallen, hieß es.

Die EmK ist eine evangelische Freikirche, die sich aus Spenden finanziert. Die „Ostdeutsche Jährliche Konferenz“ vertritt rund 10.000 Gläubige und etwa 100 Kirchgemeinden. Bundesweit gehören nach eigenen Angaben rund 42.500 Menschen zur EmK.