Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz droht ihre Klimaschutzziele zu verfehlen. Die Reduzierung abgabepflichtiger CO2-Emissionen um 90 Prozent von 2022 bis 2035 steht einer Trendberechnung auf Grundlage bisheriger Daten zufolge infrage. Im Vergleich zum Bezugsjahr 2022 seien die Emissionen im Jahr 2025 zwar um 10,2 Prozent gesunken, im Vergleich zum Vorjahr jedoch nur um 1,1 Prozent, heißt es im Klimaschutzbericht der Kirchenleitung für das Kirchenparlament, der dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt.
Die Verringerung der Emissionen um 90 Prozent könnte sich der Berechnung zufolge damit um weit über zehn Jahre verzögern. Da dieser Trend nur auf Daten aus vier Jahren basiere, sei seine Aussagekraft jedoch kritisch zu hinterfragen, bis weitere Daten vorliegen, hieß es. 2025 seien durch den gebäudebezogenen Energieverbrauch von Strom und Wärme insgesamt 12.670 Tonnen CO2 freigesetzt worden, 98 Prozent davon im Bereich Wärme.
Großer Anteil an Ökostrom
Insgesamt seien in der Landeskirche 2025 ohne Strom für Wärme rund 8,2 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht worden, darunter rund 7,5 Millionen Kilowattstunden Ökostrom, hieß es. Der Stromverbrauch sei im Vergleich zum Vorjahr um 54 Prozent gestiegen und zugleich seit dem ersten Bezugsjahr 2022 um rund 18 Prozent gesunken.
2025 seien rund 88,8 Millionen Kilowattstunden Wärmeenergie einschließlich Strom für Wärme verbraucht worden, hieß es. Der Verbrauch sei im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent gestiegen und im Verhältnis zum Jahr 2022 um 3,1 Prozent gesunken.