Kultusminister Clemens lobt Engagement der Kirchen
Dresden (epd).

Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) hat das Engagement der Kirchen betont. Sie bringen sich seiner Ansicht nach „über Gottesdienste und Messen hinaus in der Gesellschaft ein“. Clemens sagte am Montagabend bei einem Empfang der katholischen Kirche in Dresden: Kirche übernehme Verantwortung, etwa in der Bildung oder Jugendarbeit. „Gerade in rauen Zeiten brauchen wir Orte, die Orientierung geben, ohne Anderen ihre Freiheit zu nehmen“, sagte der Minister.

Fast 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft nahmen in Dresden am Jahresempfang der katholischen Bistümer Dresden-Meißen, Görlitz und Magdeburg teil. In seinem Vortrag zum aktuellen Verhältnis von Staat und Kirche sagte der Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe in Berlin, Prälat Karl Jüsten: „Staat und Kirche sind getrennt, aber sie arbeiten zusammen, wo es Menschen dient.“

30 Jahre Staatskirchenvertrag

Jüsten betonte: „Wer die Kirchen schwächt, schwächt ein Stück gelebten Gemeinwohls.“ Dies treffe dann die Menschen. „Kirchen stehen für Integration und Gemeinwohl“, sagte der Prälat. Zugleich betonte er die Berechtigung von Kirchenarbeitsrecht und Staatsleistungen an die Kirchen sowie der Praxis des Kirchenasyls.

Eingeladen zum Empfang hatten der Dresdner Bischof Heinrich Timmerevers, der Bischof des Bistums Görlitz, Wolfgang Ipolt, und der Magdeburger Bischof Gerhard Feige. Thema des Treffens war die Unterzeichnung des Staatskirchenvertrags zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Heiligen Stuhl in Rom vor 30 Jahren. Der Vertrag regelt das Verhältnis zwischen Freistaat und katholischer Kirche.