Der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Friedrich Kramer, hat zum bevorstehenden Osterfest zu Hoffnung und Zuversicht aufgerufen. In seinem geistlichen Wort betonte der leitende Geistliche am Mittwoch in Magdeburg, dass Ostern das Leben über den Tod siegen lasse und ein Zeichen der Liebe gegen Gewalt und Ohnmacht sei.
Kramer erinnerte an Jesus von Nazareth, der am Kreuz zum Schweigen gebracht wurde, dessen Auferstehung jedoch den Tod besiegt habe. Damit habe er die Verhältnisse dieser Welt radikal umgekehrt. „Ostern ist der Einspruch Gottes gegen die scheinbar unbegrenzte Macht“, sagte Kramer. Das bedeute, dass nicht die Panzer, die Despoten oder der Hass, sondern die Liebe das letzte Wort behalten wird. „Lasst euch von den dunklen Bildern der Kriege und der Ohnmacht nicht niederdrücken. Gott selbst ruft uns ins Licht“, rief er die Gläubigen zur Zuversicht auf.
Leben scheitert nicht an der Gewalt
Ostern ist laut Kramer der Beleg dafür, dass das Leben nicht an der Gewalt scheitert, sondern durch sie hindurch wächst. Wer die Glocken in seiner Stadt oder seinem Dorf läuten höre, dann vernehme er mehr als nur einen vertrauten Klang, sondern einen Weckruf: "Seid getrost! Steht auf! Christus ist auferstanden!”
Kramer verband seine Botschaft mit einem Aufruf, die kleinen Zeichen der Erneuerung in der Natur im beginnenden Frühling wahrzunehmen und in ihnen Freude zu finden. „Spüren Sie die Kraft der Erneuerung. Das Leben und die Liebe sind stärker als alles, was uns ängstigt“, betonte Kramer.