Klosterkirche Kerbscher Berg wird nach Umbau eingeweiht
Dingelstädt (epd).

Die Klosterkirche auf dem Kerbschen Berg in Dingelstädt im Eichsfeld wird am 30. August nach rund 20-monatiger Umbauzeit wieder eingeweiht. Zur Altarweihe wird der Erfurter katholische Bischof Ulrich Neymeyr erwartet, wie das Bistum am Mittwochabend in Erfurt mitteilte. Im Anschluss ist ein Sommerfest geplant.

Ausgangspunkt für den Umbau waren laut Bistum notwendige Sanierungsarbeiten an der Kirche. Das Gotteshaus sei dabei zu einer Familienkirche und einem Begegnungsraum umgestaltet worden. Damit soll die Kirche künftig neben Gottesdiensten auch für Veranstaltungen genutzt werden können. Zugleich soll sie einen Ort der Stille und Besinnung bieten.

Baukosten mussten angepasst werden

Die künstlerische Gestaltung des Innenraums stammt von Susanne und Bernhard Lutzenberger. Nach Angaben der Projektträger nimmt die Gestaltung auch Elemente franziskanischer Spiritualität auf und stellt damit einen Bezug zur Geschichte des Ortes her. Die Kirche war ursprünglich das Gotteshaus der Franziskaner auf dem Kerbschen Berg.

Finanziell unterstützt wurde das Projekt unter anderem vom Bonifatiuswerk sowie durch die Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden. Die Kosten für den Umbau waren zunächst mit mehr als 600.000 Euro veranschlagt worden. Wegen gestiegener Baukosten sei die Finanzierung im Laufe des Projekts angepasst worden.

Der Kerbsche Berg gilt als traditionsreicher Wallfahrts- und Glaubensort im Eichsfeld. Die neuromanische Klosterkirche wurde 1864 bis 1866 errichtet. Das Franziskanerkloster bestand dort bis 1994.