An einer Himmelfahrt-Prozession durch Berlin-Mitte haben sich am Donnerstag nach Polizeiangaben mehr als 500 Menschen beteiligt. Der Umzug durch Berlin-Mitte mit Kutsche, Pferd, Musik und Glocke führte vom Berliner Dom zur Marienkirche am Alexanderplatz. Dort ließen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem Gebet Hunderte weiße Luftballons in den Himmel steigen, um anschließend einen Gottesdienst mit Abendmahl zu feiern.
Begleitet wurde die traditionelle Prozession unter anderem von rund 200 Sängern des Staats- und Domchors Berlin. Den Auftakt bildete zuvor ein Festgottesdienst mit rund 1.200 Besuchern im Berliner Dom mit Dompredigerin Christiane Münker und Marienkirchen-Pfarrer Michael Kößling. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst vom Staats- und Domchor Berlin gemeinsam mit dem Kapell- und Konzertchor und der Kammersymphonie Berlin.
40 Tage nach Ostern
Christi Himmelfahrt wird seit dem vierten Jahrhundert immer 40 Tage nach Ostern begangen. Biblische Grundlage ist neben dem Markus- und dem Lukas-Evangelium das erste Kapitel der Apostelgeschichte im Neuen Testament. Dort steht, dass der nach seiner Kreuzigung vom Tod auferstandene Jesus Christus vor den Augen seiner Jünger „aufgehoben“ wurde.
Der Tag wird in den Kirchen traditionell mit Gottesdiensten in Pfarrgärten, im Wald und an anderen Orten in der Natur gefeiert. Das Fest fällt stets auf einen Donnerstag und ist in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Himmelfahrt ist auch als Vatertag und in Ostdeutschland als Herrentag bekannt.