Gottesdienste zum Nagelkreuzsonntag in Mitteldeutschland
Erfurt (epd).

Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) erinnern am Internationalen Nagelkreuzsonntag am Sonntag an Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung. In Thüringen werde unter anderem in Jena ein Gottesdienst zum Nagelkreuzsonntag gefeiert, teilte das Landeskirchenamt am Donnerstag in Erfurt mit. In Sachsen-Anhalt lade die Stiftskirche St. Petrus auf dem Petersberg bei Halle zu einem Versöhnungsgebet unter dem Nagelkreuz ein.

Der Nagelkreuzsonntag wird jeweils am letzten Sonntag im September begangen. Ursprung der Bewegung ist die Kathedrale im britischen Coventry, die im Zweiten Weltkrieg durch deutsche Bomben zerstört wurde. Aus Nägeln aus den Trümmern entstand ein Kreuz, das zum Zeichen für die Versöhnungsarbeit wurde.

Gemeinschaft für Frieden und Versöhnung

Die Nagelkreuzgemeinschaft versteht sich als weltweite Bewegung für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung. Inzwischen gehören bundesweit rund 190 Einzelpersonen sowie mehr als 80 Kirchgemeinden, Tagungshäuser, Schulen und andere Orte dazu. Ihre Mitglieder wollen eigenen Angaben zufolge dazu beizutragen, die Wunden der Geschichte zu heilen, Unterschiede auszuhalten und eine Kultur des Friedens zu fördern.

In Thüringen gehören neben Jena auch die Herderkirche in Weimar, das Augustinerkloster in Erfurt und die Nikolaikirche in Eisenach zur Nagelkreuzgemeinschaft. In Sachsen-Anhalt sind neben der Stiftskirche auf dem Petersberg auch die Wallonerkirche in Magdeburg beteiligt.