Frühjahrssynode in Anhalt muss neuen Präses wählen
Dessau-Roßlau (epd).

Das Kirchenparlament der Evangelischen Landeskirche Anhalts muss eine neue Leitung wählen. Der bisherige Präses der Synode, Andreas Köhn, habe am Freitag sein Amt niedergelegt, teilte das Landeskirchenamt in Dessau-Roßlau mit. Zur Begründung hieß es, ein anstehender Wechsel des Arbeitsplatzes lasse nicht mehr viel Spielraum für das Ehrenamt. Er könne den Aufgaben für den anstehenden Strategieprozess der Evangelischen Landeskirche Anhalts und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Entwicklungen nicht mehr mit voller Kraft und ausreichender Zeit gerecht werden.

Die Synode kommt am 17. und 18. April zu ihrer Frühjahrstagung zusammen. Die Leitung werde Jan Brademann als Stellvertreter des Präses übernehmen. Aus den Reihen der Synodalen werde dann ein neuer Vorsitzender gewählt. Köhn bleibe gewählter Synodaler für den Kirchenkreis Dessau.

Schwere Entscheidung

Der Ältestenrat dankte Köhn für seine Zeit als Präses und äußerte Anerkennung und Verständnis für die schwere Entscheidung. Kirchenpräsident Karsten Georg Wolkenhauer betonte, in Köhns Amtszeit seien enorm wichtige Weichenstellungen für die Landeskirche gefallen, die er mit großer Aufmerksamkeit und sachlicher Nüchternheit begleitet habe. Durch Köhns Wirken habe der überfällige Strategieprozess an Akzeptanz und Achtsamkeit gewonnen.

Das Kirchenparlament besteht aus 33 von den Ältesten der Kirchenkreise gewählten sowie sechs von der Kirchenleitung berufenen Synodalen und zwei Jugendsynodalen. Ende 2025 gehörten rund 23.150 getaufte Menschen in 146 Gemeinden der kleinsten evangelischen Landeskirche in Deutschland an.