Die Prägung von Frauen durch gesellschaftliche Rollenbilder in Ost- und Westdeutschland steht im Mittelpunkt der diesjährigen Frauenvollversammlung der Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland (EFiM). Zu dem zweitägigen Treffen am Freitag und Samstag werden im Landeskirchenamt Interessentinnen unter anderem aus Kirchengemeinden und Verbänden erwartet, teilte die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland am Dienstag in Erfurt mit.
Unter dem Titel „Wurzeln und Flügel“ wollen sich die Teilnehmerinnen mit historischen und aktuellen Frauenbildern sowie deren Auswirkungen auf das Leben von Frauen auseinandersetzen. Zum Auftakt am Freitag ist ein Vortrag mit anschließendem Gespräch zur Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ geplant. Am Samstag spricht die Jenaer Gemeindepädagogin Christine Ziepert zu Erfahrungen, Traditionen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die das weibliche Geschlecht prägen.
Lebenswirklichkeiten in Ost und West
Nach Angaben der Veranstalterinnen geht es dabei auch um die Folgen unterschiedlicher gesellschaftlicher Entwicklungen in Ost- und Westdeutschland. Viele Erfahrungen wirkten bis heute nach, sagte die Leitende Pfarrerin der EFiM, Eva Lange. Auch mehr als drei Jahrzehnte nach der deutschen Einheit spielten die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten von Frauen weiter eine Rolle.
Die Frauenvollversammlung gilt als zentrales Netzwerktreffen der EKM. Sie bringt ehrenamtlich und hauptamtlich engagierte Frauen aus dem Gebiet der Landeskirche zusammen. Ziel ist der Austausch über kirchliche, gesellschaftliche und frauenpolitische Themen.