Mit einer Veranstaltungsreihe wird in Weimar und Jena von Donnerstag bis kommenden Montag an den US-amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King (1929-1968) erinnert. Die Termine rund um den Martin-Luther-King-Day sollen sein theologisches Denken, sein Engagement für Versöhnung und seinen gewaltfreien Widerstand gegen Rassismus würdigen, teilte die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) am Montag mit. King wäre am 15. Januar 97 Jahre alt geworden.
Den Auftakt bildet am Donnerstag ein Vortrag an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der Theologieprofessor Michael Haspel spricht zum Thema „Martin Luther Kings Theologie und Praxis der Versöhnung“. Am Sonntag folgt ein Gedenkgottesdienst in der Jakobskirche Weimar. Predigen wird Andreas Schiel, ehemaliger Pfarrer der Martin-Luther-King-Kirche in Berlin-Gropiusstadt. Zum Abschluss der Reihe wird am 19. Januar im Weimarer Kino „mon ami“ der Dokumentarfilm „I am not your Negro“ gezeigt.
Gewaltloser Widerstand
Martin Luther Kings Theologie und sein Konzept des gewaltfreien Widerstands hatten auch in der DDR großen Einfluss, sagte Haspel. Sie inspirierten kirchliche Gruppen bis hin zur friedlichen Revolution von 1989. Seit 2014 finde jährlich ein Gedenkgottesdienst zum Andenken an King statt, jeweils am Sonntag nach seinem Geburtstag.
Martin Luther King war der bekannteste Vertreter der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. In den 1950er und 1960er Jahren engagierte er sich gegen soziale Unterdrückung und Rassismus. Für sein Engagement erhielt er 1964 den Friedensnobelpreis. Am 4. April 1968 wurde Martin Luther King ermordet.