Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und das katholische Erzbistum Berlin haben die Bewohner der Hauptstadt zum Wählen aufgerufen. „Unterstützen Sie diejenigen politischen Kräfte, die Zusammenhalt fördern, statt Menschengruppen gegeneinander auszuspielen“, teilten die beiden Kirchen am Dienstag gemeinsam mit. Die Wahlberechtigten sollten denjenigen ihre Stimme geben, „die sich uneingeschränkt zur Würde jedes und jeder Einzelnen bekennen und danach handeln“.
Demokratie sei eine große Errungenschaft, die durch die Kraft vieler Menschen erreicht wurde, hieß es weiter. Die Kirchen würden für eine „freie, weltoffene, vielfältige und demokratische Gesellschaft“ eintreten. Nur diese garantiere, „dass wir in unserer Unterschiedlichkeit in Freiheit und in Frieden miteinander leben können“.
Appell an Erstwähler ab 16 Jahren
Bei allem Ringen um eine bessere Lösung in Sachfragen müsse im Mittelpunkt immer der Mensch stehen, erklärten die Kirchen. Sie appellierten auch an die jungen Menschen ab 16, die erstmals wahlberechtigt sind: „Gestalten Sie Ihre eigene Zukunft mit!“ In Berlin werden am 20. September das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlungen gewählt.
Der Aufruf wurde vom evangelischen Bischof Christian Stäblein und dem Präses der Landessynode der EKBO, Harald Geywitz, sowie dem katholischen Erzbischof Heiner Koch und der Vorsitzenden des Diözesanrats, Karlies Abmeier, unterzeichnet.