Amtseinführung für neuen Propst Johannes Krug
Berlin (epd).

Der neue Propst der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Johannes Krug, ist mit einem Gottesdienst in sein kirchliches Leitungsamt eingeführt worden. Daran nahmen am Freitag in Berlin zahlreiche Gäste teil. Darunter waren auch die Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld, für den Senat Staatssekretärin Cerstin Richter-Kotowski und Staatssekretär Alexander Straßmeir (alle CDU) sowie Altbischof Markus Dröge und Rabbiner Andreas Nachama.

Krug rief in seiner Predigt zur Stärkung der liberalen Demokratie und einem klaren Bekenntnis gegen Antisemitismus auf. Mit Blick auf die Berlin-Wahl am Sonntag sagte er, allen Kandidierenden, die sich auch mit ihrer Lebenszeit für die liberale Demokratie einsetzen, gebühre Dank und Respekt. Alle, die sich dabei auch gegen jede Form von Antisemitismus abgrenzen, hätten die Kirche an ihrer Seite.

Pragmatischer Blick für Möglichkeiten

Krug rief zugleich zur Zusammenarbeit. Auch in der Kirche stünden Veränderungen an, sagte er. Dafür seien „nüchterner Realismus“ und „radikale Ehrlichkeit“ ebenso nötig wie ein pragmatischer Blick für die Möglichkeiten, die sich immer wieder böten.

Der Propst hat die theologische Leitung des Konsistoriums, der Kirchenverwaltung, inne. Der promovierte Theologe Krug ist seit Anfang September in diesem Amt. Der 56-jährige langjährige Superintendent des Berliner Kirchenkreises Teltow-Zehlendorf war Ende April für eine Amtszeit von zehn Jahren als Nachfolger von Pröpstin Christina-Maria Bammel gewählt worden. Bammel ist seit Mai Bischöfin der evangelischen Landeskirche von Braunschweig.