In Thüringen beginnt am Aschermittwoch erneut die Aktion „Autofasten“. Bis Karsamstag (4. April) seien Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ihr Mobilitätsverhalten zu überdenken und häufiger auf das Auto zu verzichten, teilte die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) am Dienstag im südthüringischen Meiningen mit. Stattdessen sollten Busse und Bahnen, das Fahrrad, das Zufußgehen oder Carsharing häufiger genutzt werden.
Spezielle „Fastentickets“ und Mitmachaktionen sollen laut Landeskirchenamt den Umstieg erleichtern. Getragen werde die Initiative von der EKM, dem Bistum Erfurt und dem Verein Bus & Bahn Thüringen.
Autofreie Tage dokumentieren
Anne Rademacher vom katholischen Bistum Erfurt erklärte, Autofasten könne nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch Stress reduzieren. Zugleich nehme die Aktion Menschen in den Blick, die sich kein Auto leisten könnten oder aus gesundheitlichen Gründen nicht fahren. Die Aktion mache sich dafür stark, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, um Mobilität für alle Menschen in der Gesellschaft möglich zu machen.
Nach Angaben der Veranstalter beteiligen sich mehr als 50 Partner aus Mobilität, Umwelt, Wirtschaft und Politik. Ein Mitmachkalender lade dazu ein, eigene autofreie Tage zu dokumentieren. Unter den Teilnehmenden werden Preise verlost. Zudem wird für jeden eingesandten Kalender ein Baum im Autofasten-Wald im Schwarzatal im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt gepflanzt. Hier wird laut Ralf-Uwe Beck vom Landeskirchenamt Erfurt ein von Dürre und Borkenkäfern geschädigter Wald durch die Pflanzung heimischer Baumarten wieder „fit“ für die Zukunft gemacht.