Nooke empfiehlt Teuteberg als nächste Aufarbeitungsbeauftragte
Potsdam (epd).

Die Rechtsanwältin und FDP-Politikerin Linda Teuteberg soll Brandenburgs nächste Aufarbeitungsbeauftragte werden. Über den Personalvorschlag der derzeitigen Beauftragten Maria Nooke müsse der Landtag entscheiden, sagte Parlamentspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) am Dienstag in Potsdam. Die Wahl im Landtag sei frühestens im Oktober möglich. Nooke geht zum 1. Oktober in den Ruhestand, bleibt aber bis zur Neubesetzung der Stelle im Amt.

Nooke sagte, Teuteberg sei eine „geborene und gebliebene Brandenburgerin“, die sich mit allen das SED-Unrecht betreffenden Fragen auskenne. Es sei gut, wenn die Aufarbeitung nun „in die nächste Generation“ gehe. Liedtke sagte, die 45-Jährige habe die Akzeptanz der Opferverbände und sei gut vernetzt. Sie werde als Präsidentin dem Landtag vorschlagen, der Empfehlung Nookes zu folgen. Auch weitere Vorschläge oder eine Ausschreibung der Stelle seien möglich.

Nooke will sich Aufarbeitung in Kirche widmen

Die Soziologin Maria Nooke, die aus der kirchlichen DDR-Opposition stammt und später unter anderem stellvertretende Direktorin der Stiftung Berliner Mauer war, ist seit 2017 Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur. Nooke sagte, sie werde sich im Ruhestand weiter mit der DDR-Aufarbeitung befassen, darunter mit der Aufarbeitung in der Kirche.

Das Amt der Aufarbeitungsbeauftragten für Brandenburg wurde 2009 vom Landtag beschlossen. Davor war der Stasi-Beauftragte von Berlin auch für das Nachbarbundesland zuständig. Aufgaben der Beauftragten sind unter anderem die Beratung von Menschen, die in der DDR Unrecht erfahren haben, und politische Bildungsarbeit.