Nach Zerstörung: Berliner Kulturhäuser stellen Regenbogenbänke auf
Berlin (epd).

Als Zeichen gegen die Zerstörung der Regenbogenbank am Gedenkort des Anschlags auf den Christopher Street Day (CSD) wollen Berliner Kultureinrichtungen auf ihrem Gelände Regenbogenbänke aufstellen. Dazu gehören das Berliner Ensemble, das Deutsche Theater, der Friedrichstadt-Palast, das HAU Hebbel am Ufer, die Komödie am Kurfürstendamm, das Maxim Gorki Theater, die Staatsoper Unter den Linden und die Sophiensæle, wie aus der vom Berliner Ensemble gestarteten Website „Regenbogenbänke für Berlin“ hervorgeht.

Manche der Einrichtungen würden auch bestehende Bänke in Regenbogenfarben anstreichen, hieß es. Wie aus am Dienstagnachmittag veröffentlichten Fotos hervorgeht, wurde bunte Bänke im Helene-Weigel-Hof des Berliner Ensembles und am Friedrichstadt-Palast aufgestellt.

Aufruf zur Beteiligung

Die Kultureinrichtungen Berlins stünden für eine diverse und bunte Stadtgesellschaft und sind Orte des friedlichen Miteinanders und des offenen Austauschs, hieß es. Mit der Regenbogenbank-Aktion solle das Signal gesetzt werden, „dass Vielfalt und queere Sichtbarkeit in Berlin nicht durch gewaltvolle Aktionen unterdrückt werden können“. Weitere Institutionen, Firmen und Privatpersonen wurden dazu aufgerufen, Regenbogenbänke aufzustellen.

Die Gedenkbank am Ort des CSD-Anschlags im Berliner Tiergarten wurde innerhalb weniger Wochen mehrmals demoliert. Bei dem Anschlag auf den Berliner CSD Ende Juli war ein Van in eine Menschenmenge gefahren. Eine Frau wurde getötet, 31 Menschen teils schwer verletzt. Der Täter wurde am Tag nach dem Anschlag bei einem Polizeieinsatz erschossen.