In Berlin sind im vergangenen Jahr 8.645 Fälle politisch motivierter Kriminalität registriert worden. Das waren rund 280 Fälle mehr als im Vorjahr 2024 (plus 3,4 Prozent), wie aus der am Mittwoch von der Senatsinnenverwaltung veröffentlichten Statistik zur politisch motivierten Kriminalität in der Hauptstadt hervorgeht. Die Zahl politisch motivierter Gewaltdelikte sank zugleich von 976 auf 902 Fälle. Das entspricht einem Minus von 7,6 Prozent.
Den stärksten Anstieg verzeichneten die Behörden bei der links motivierten politischen Kriminalität mit einem Plus von 37,9 Prozent. Die Anzahl der Vorkommnisse stieg von 696 auf 960 Fälle. Zudem gab es hier mit 237 Fällen eine erhebliche Steigerung bei den Gewaltdelikten, heißt es. 2024 waren es 100.
Ein Viertel mehr antisemitische Straftaten
Auch sei es vermehrt zu Auseinandersetzungen mit dem politischen Gegner gekommen. Die Anzahl der Gewaltdelikte habe sich von 37 Fällen im Jahr 2024 auf 85 Fälle im Jahr 2025 mehr als verdoppelt.
Bei antisemitischen Straftaten verzeichneten die Sicherheitsbehörden einen Anstieg um ein Viertel. 2025 wurden demnach 2.268 Straftaten registriert, 443 mehr als im Vorjahr. 1.485 der Fälle entfielen laut Innenverwaltung auf den Phänomenbereich „ausländische Ideologie“, 446 mehr als im Vorjahr. Der Anstieg sei vor allem auf eine konsequentere Anzeigenaufnahme zurückzuführen.
Mehr rechte Körperverletzungen
Die Anzahl rechter Straftaten stieg von 2.803 auf 3.021 Fälle, ein Plus von 7,8 Prozent. Auch rechte Gewaltdelikte nahmen zu, von 90 auf 133 Fälle. Besonders deutlich sei hier der Anstieg bei Körperverletzungen von 77 auf 116 Fälle, so die Innenverwaltung.