Berlin will in diesem Jahr mit mehreren Veranstaltungen rund um den 13. August an den 65. Jahrestag des Mauerbaus erinnern. Dies erfolge in Zusammenarbeit unter anderem mit der Stiftung Berliner Mauer und dem Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, kündigte die Kulturprojekte Berlin GmbH am Mittwoch in Berlin an. Zudem werde bereits an einer großen „Freiheitsausstellung“ mit Blick auf das 40. Jubiläum der friedlichen Revolution in der DDR von 1989 gearbeitet.
Weitere Highlights in diesem Jahr sind die 15. Ausgabe der Berlin Art Week vom 9. bis 13. September sowie die Lange Nacht der Museen am 29. August. Zudem ist Ende des Jahres wieder eine Silvester-Party am Brandenburger Tor angedacht.
Absolut unverzichtbar"
Zum 20-jährigen Bestehen der Kulturprojekte Berlin nannte Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) das landeseigene Unternehmen „absolut unverzichtbar“, um die Kultur im Land voranzubringen. Die 2006 gegründete Kulturprojekte Berlin GmbH reagiere „so flexibel wie eine privat geführte Eventagentur“, trotz erheblicher finanzieller Kürzungen.
Laut Wedl-Wilson erhält das Unternehmen im Durchschnitt zur Grundfinanzierung rund sieben Millionen Euro pro Jahr. Allerdings gebe es dabei immer wieder Schwankungen. Dies gilt auch für den Umsatz, wie Geschäftsführer Moritz van Dülmen betonte. Zusätzlich stünden zu den einzelnen Events jeweils Projekt- sowie Drittmittel und Sponsorengelder zur Verfügung. Das Unternehmen verfügt laut van Dülmen im Durchschnitt über rund 100 Mitarbeitende.
Eigene Museums- und Bühnenportale
Zu den dauerhaften Projekten der Kulturprojekte Berlin zählen auch die Herausgabe des vierteljährlich erscheinenden Museumsjournals, die Bildungsangebote des Museumsdienstes sowie das Museumsportal Berlin, eine gemeinsame Internetseite der Berliner Museen, Schlösser und Gedenkstätten zur Planung eines Besuchs. Außerdem organisiert das Unternehmen das Online-Portal „Berlin Bühnen“ mit allen Spielplänen von Theatern, Opern und Konzerthäusern.
Mit dem Ziel eines erleichterten Verkaufs von Eintrittstickets für öffentliche Kultureinrichtungen kündigte Wedl-Wilson Gespräche mit professionellen Ticketing-Dienstleistern wie Eventim an. Dabei werde Berlin mit seinen zahlreichen Bühnen seine gesamte Einkaufsmacht einsetzen, sagte die Kultursenatorin.