Initiative meldet weitere rechtsextreme Vorfälle
Cottbus (epd).

Die Initiative „Sichere Orte Südbrandenburg“ hat zur Unterstützung von Demokratieprojekten gegen rechte Gewalt aufgerufen. Nachdem in der vergangenen Woche zwei Vorfälle mit rechtsextremem Hintergrund öffentlich gemacht worden seien, hätten sich weitere Betroffene gemeldet, teilte die Initiative am Mittwoch mit und sprach von einer „Woche der rechten Gewalt in Cottbus“. Solidaritätsbekundungen müssten nun auch Taten folgen. Die extreme Rechte agiere als organisierte Kriminalität und müsse von der Polizei auch so behandelt werden.

Einer der beiden bereits in der vergangenen Woche bekannt gemachten Vorfälle richtete sich gegen einen evangelischen Pfarrer, ein anderer gegen eine Sprecherin der Linksjugend. Danach habe die Initiative von mindestens sieben weiteren extrem rechten Angriffen und anderen Vorfällen erfahren, hieß es. Die gemeldeten Taten reichten von rassistischen Übergriffen bei einer Hochschulveranstaltung bis hin zu gefährlicher Körperverletzung im öffentlichen Raum.

Hakenkreuze an Wohnprojekt

Auch das Alternativprojekt „Zelle 79“, das bereits mehrfach von Rechtsextremen attackiert wurde, sei erneut betroffen, hieß es. An die Fassade des Hausprojekts seien in der Nacht zu Sonntag Hakenkreuze geschmiert worden. Ricarda Budke, Sprecherin der Initiative, forderte die Landesregierung auf, die Förderung von Demokratieprojekten, Kultur und sozialen Einrichtungen massiv auszuweiten und nicht zu kürzen. „Wer sich gegen rechte Gewalt stellt, braucht Worte der Unterstützung, aber vor allem wirksames politisches und polizeiliches Handeln“, betonte sie.